Zum Inhalt springen
E-Commerce

Shopware Kosten: Lizenzen, Betrieb und Alternativen

Was kostet Shopware? Editionen von Community bis Beyond, Fair Usage Policy, Hosting, Erweiterungen und Wartung, dazu Alternativen wie WooCommerce und Shopify.

Von Maik Boche

Shopware Kosten: Lizenzen, Betrieb und Alternativen

Shopware selbst kann kostenlos sein: Shopware selbst kann kostenlos sein: Die Community Edition steht laut shopware.com unter MIT-Lizenz und kostet keine Lizenzgebühr. Seit 2025 brauchen Shops ab 1 Mio. € Bruttowarenwert im Jahr nach aktuellem Stand (Oktober 2026) allerdings einen bezahlten Plan, um weiter Zugang zu Shopware Account und Store zu haben. Die kommerziellen Pläne beginnen laut Shopware bei 600 € im Monat für Rise und 2.400 € für Evolve. Dazu kommen in jedem Fall Hosting, Erweiterungen, Entwicklung und Wartung, die oft den größeren Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Die Frage nach den Shopware-Kosten lässt sich deshalb nicht mit einer Zahl beantworten. Dieser Ratgeber trennt die Lizenz von den übrigen Posten, erklärt die Umsatzgrenze der Community Edition und vergleicht Shopware mit den gängigen Alternativen. Alle Herstellerangaben haben wir im Oktober 2026 auf den jeweiligen Preisseiten geprüft. Hersteller passen Pläne und Preise regelmäßig an; prüfen Sie vor einer Entscheidung den aktuellen Stand.

Die Shopware-Editionen und ihre Preise

Shopware 6 gibt es nach aktuellem Stand (Oktober 2026) in vier Varianten. Laut der Preisseite von Shopware richtet sich der Preis der kommerziellen Pläne nach dem Bruttowarenwert (Gross Merchandise Value, GMV) und weiteren individuellen Faktoren. Die genannten Beträge sind Einstiegspreise ohne Mehrwertsteuer.

EditionPreis laut shopware.comGedacht fürSupport laut Hersteller
Community Edition0 €selbst betriebene Shops, Entwickler, kleinere HändlerCommunity-Forum
Shopware Riseab 600 € pro Monatwachsende UnternehmenE-Mail, Reaktionszeit 8 Stunden werktags
Shopware Evolveab 2.400 € pro MonatMarken mit B2B- und B2C-Zielenzusätzlich Telefon, Reaktionszeit 4 Stunden werktags
Shopware Beyondindividueller Preisgroße Unternehmen24/7, Reaktionszeit 1 Stunde, fester Ansprechpartner

Inhaltlich bauen die Pläne aufeinander auf. Laut Shopware bringt Evolve unter anderem B2B-Komponenten und eine erweiterte Suche mit, Beyond zusätzlich Funktionen wie Digital Sales Rooms, mehrere Lagerbestände und Abonnements. Wer Firmenkunden mit mehreren Bestellern, Freigaben und eigenen Preislisten bedienen will, landet bei Shopware deshalb schnell bei einem kommerziellen Plan. Wie sich das im Vergleich zu Shopify B2B darstellt, beschreibt unser Beitrag Shopify B2B oder Shopware für Firmenkunden.

Ist Shopware kostenlos? Die Fair Usage Policy

Die Community Edition ist frei verfügbar, unterliegt aber seit 2025 einer Umsatzgrenze. Laut der Erläuterung von Shopware zur Fair Usage Policy gilt nach aktuellem Stand (Oktober 2026):

  • Seit dem 24. März 2025 gelten neue Geschäftsbedingungen einschließlich der Fair Usage Policy.
  • Shops mit einem Bruttowarenwert unter 1 Mio. € im Jahr behalten vollen Zugang zu Shopware Account und Shopware Store.
  • Shops mit mehr als 1 Mio. € Bruttowarenwert im Jahr brauchen einen der Pläne Rise, Evolve oder Beyond, um diesen Zugang zu behalten.
  • Alle Nutzer der Community Edition melden ihren Bruttowarenwert an Shopware, unabhängig von der Höhe. Dafür stellt Shopware eine Erweiterung bereit.

Als Bruttowarenwert zählt Shopware den Gesamtwert aller über das System abgewickelten Transaktionen vor Abzug von Retouren und Stornos. Rabatte werden abgezogen, Steuern nicht eingerechnet. Was die Regel im Einzelfall für Ihren Shop bedeutet, steht in den Lizenzbedingungen von Shopware. Für Händler deutlich unterhalb der Grenze ändert sich außer der jährlichen Meldung des Bruttowarenwerts praktisch nichts. Wer in die Nähe von 1 Mio. € Bruttowarenwert im Jahr kommt, sollte die Lizenzkosten eines kommerziellen Plans früh in die Kalkulation aufnehmen.

Was neben der Lizenz kostet

Auch mit der kostenlosen Community Edition ist ein Shopware-Shop nicht kostenlos zu betreiben. Diese Posten fallen fast immer an.

Hosting

Die Community Edition wird selbst betrieben. Shopware 6 braucht einen Server mit PHP und Datenbank. Laut der Entwicklerdokumentation von Shopware sollte die Nachrichtenwarteschlange im Produktivbetrieb über dauerhaft laufende Hintergrundprozesse abgearbeitet werden, nicht über die Administration im Browser. Ein einfaches Webhosting für ein paar Euro im Monat reicht dafür meist nicht. Größere Shops brauchen zusätzlich eine Suchmaschine wie OpenSearch oder einen vorgeschalteten Cache.

Erweiterungen

Viele Funktionen kommen aus dem Shopware Store: Zahlungsarten, Versandanbieter, Rechtstexte, Marketing, Schnittstellen. Ein Teil davon ist kostenlos. Bezahlte Erweiterungen gibt es laut Shopware seit dem 28. Dezember 2023 nur noch als Mietlizenz, also mit laufender Gebühr; endet die Miete, darf die Erweiterung nicht weiter genutzt werden. Bei zehn oder fünfzehn Erweiterungen summiert sich das. Prüfen Sie vor dem Start, welche Erweiterungen Sie wirklich brauchen.

Einrichtung und Entwicklung

Theme, Produktdatenmodell, Datenübernahme, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder ERP und eigene Plugins sind einmalige Kosten, die je nach Umfang stark schwanken. Hier liegt bei individuellen Shops meist der größte Einzelposten.

Wartung und Updates

Shopware veröffentlicht regelmäßig neue Versionen. Sprünge zwischen Hauptversionen wie 6.6 und 6.7 können Schnittstellen verändern, auf die eigene Plugins oder Store-Erweiterungen angewiesen sind. Jedes Update sollte deshalb zuerst auf einer Testumgebung laufen. Dieser Aufwand fällt laufend an und wird bei der Planung oft unterschätzt.

Zahlungsgebühren

Zahlungsanbieter berechnen Gebühren pro Transaktion. Sie hängen vom Anbieter und Ihrem Vertrag ab, nicht vom Shopsystem, gehören aber zu den laufenden Kosten.

Laufende und einmalige Kosten im Überblick

KostenartEinmaligLaufend
Lizenz Community Editionneinnein, solange unter der Umsatzgrenze
Lizenz Rise, Evolve, Beyondneinja, monatlich laut Plan
Theme und Gestaltungjabei Anpassungen
Datenübernahme und Produktanlagejabei neuen Sortimenten
Schnittstellen zu ERP, Warenwirtschaft, BuchhaltungjaPflege bei Updates
Erweiterungen aus dem Storeneinja, bezahlte als Mietlizenz
HostingEinrichtungja, monatlich
Wartung, Backups, Updatesneinja, monatlich
Zahlungsgebührenneinja, pro Transaktion

Alternativen zu Shopware

Shopware zeigt seine Stärken bei individuellen Preisregeln, mehreren Verkaufskanälen und tiefen Eingriffen in Warenkorb und Bestellablauf. Ohne diese Anforderungen gibt es Systeme mit weniger Betriebsaufwand. Die folgende Übersicht nennt Herstellerangaben nach aktuellem Stand (Oktober 2026).

SystemLizenzmodell laut HerstellerPasst, wennWas die Kosten treibt
WooCommerceOpen Source, Plugin für WordPressSie bereits mit WordPress arbeiten oder Inhalte und Shop eng verbinden wollenHosting, bezahlte Erweiterungen, Pflege von WordPress und Plugins
Magento Open Sourcekostenlos, Open Sourcegroßes Sortiment, viele Varianten, mehrere Shops in einer InstallationEntwicklung, leistungsfähiges Hosting, Updates
Adobe CommercePreis nur auf Anfrage bei AdobeKonzernanforderungen, Multi-Store, HerstellersupportLizenz, spezialisierte Entwicklung, Infrastruktur
ShopifyAbo: Basic ab 27 €, Grow ab 79 €, Advanced ab 289 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, Plus ab 2.100 €schneller Start, Standardabläufe, wenig eigener BetriebMonatsabo, bezahlte Apps, Zusatzgebühren bei externen Zahlungsanbietern
HeadlessKombination aus Backend und eigenem FrontendMarketing und Shop sollen getrennt weiterentwickelt werden, hohe Anforderungen an Tempo und Gestaltungzwei Systeme statt einem, eigene Entwicklung, Betrieb der Zwischenschicht

Zu Shopify gilt laut der deutschen Preisseite: Wer statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt je nach Plan eine zusätzliche Transaktionsgebühr von 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced) oder 0,2 % (Plus). Bei monatlicher statt jährlicher Zahlung liegen die Abopreise höher, etwa 36 € statt 27 € für Basic.

Wann welche Alternative passt

WooCommerce ist naheliegend, wenn Ihre Website schon auf WordPress läuft und das Sortiment überschaubar ist. Inhalte, Blog und Shop liegen dann in einem System. Mehr dazu auf unserer Seite WooCommerce-Agentur.

Magento Open Source oder Adobe Commerce spielen ihre Stärken bei großen Katalogen, vielen Varianten und mehreren Marken in einer Installation aus. Der Entwicklungs- und Betriebsaufwand ist in der Regel höher als bei schlankeren Systemen. Wie wir damit arbeiten, steht unter Magento-Agentur. Einen direkten Vergleich der beiden Systeme in Headless-Aufbauten bietet unser Beitrag Headless: Magento oder Shopware.

Shopify passt, wenn Sie schnell starten wollen und Ihre Abläufe in den Standard passen. Sie zahlen ein Abo, müssen sich aber nicht um Server und Updates kümmern. Tiefe Eingriffe in Checkout und Preislogik sind nur im Rahmen möglich, den Shopify vorgibt.

Headless lohnt sich, wenn Gestaltung, Ladezeit und Inhalte eine große Rolle spielen und ein Team das Frontend unabhängig vom Shopsystem weiterentwickeln soll. Shopware, Magento oder Shopify bleiben dann im Hintergrund. Wie solche Aufbauten geplant werden, beschreibt unsere Seite Headless-Commerce.

Fünf Fragen vor der Entscheidung

  1. Wie hoch ist Ihr Bruttowarenwert heute und in drei Jahren? Liegt er in Reichweite von 1 Mio. € im Jahr, rechnen Sie bei Shopware die Lizenz eines kommerziellen Plans mit ein.
  2. Brauchen Sie B2B-Funktionen? Firmenkonten, Freigaben und Kundenpreise sind bei Shopware Teil der kommerziellen Pläne. Bei anderen Systemen kommen sie über Erweiterungen oder eigene Entwicklung.
  3. Wer betreibt den Shop? Selbst gehostete Systeme brauchen jemanden für Server, Updates und Backups. Ein Abo-System nimmt Ihnen das ab, bindet Sie aber an die Vorgaben des Anbieters.
  4. Welche Systeme müssen angebunden werden? Jede Schnittstelle zu Warenwirtschaft, ERP oder Marktplätzen kostet Entwicklung und Pflege.
  5. Wie viele Erweiterungen brauchen Sie? Zählen Sie die laufenden Gebühren aller geplanten Erweiterungen zusammen, bevor Sie Systeme vergleichen.

So arbeiten wir

Bei e-companion kalkulieren wir Shopware-Projekte nach Umfang. Unsere Shop-Pakete sind auf andere Systeme zugeschnitten, ein Shopware-Shop ist darin nicht enthalten:

PaketPreis (einmalig)Systeme
Shop Starter1.890 €WordPress mit WooCommerce, Shopify oder PrestaShop
Shop Professional2.990 €wie Shop Starter, plus Anbindung an 2 Marktplätze, Onboarding und 3 Monate Support
Shop Enterpriseab 4.890 €Adobe Commerce (Magento) mit WaWi-Anbindung und Multi-Store

Laufend kommen für einen Shop Hosting & Domain (ab 29 € monatlich) und auf Wunsch Wartung & Pflege (ab 79 € monatlich) dazu. Für jeden zusätzlichen Marktplatz rechnen wir ab 490 €. Nicht enthalten sind Lizenzgebühren, etwa für einen kommerziellen Shopware-Plan oder für gemietete Store-Erweiterungen. Ein Shopware-Projekt erhalten Sie auf Wunsch als Festpreisangebot für einen vereinbarten Umfang.

Bevor wir ein Angebot schreiben, prüfen wir mit Ihnen, ob Shopware oder eine der Alternativen besser zu Sortiment und Abläufen passt. Was wir in Shopware-Projekten übernehmen, steht auf der Seite Shopware-Agentur, den Weg über WordPress beschreibt die Seite WooCommerce-Agentur.

Häufige Fragen

Wie viel kostet Shopware?

Nach aktuellem Stand (Oktober 2026) ist die Community Edition laut Shopware kostenlos, Rise beginnt bei 600 € und Evolve bei 2.400 € im Monat, Beyond wird individuell kalkuliert. Die Preise der Pläne richten sich nach dem Bruttowarenwert. Hinzu kommen Hosting, Erweiterungen, Einrichtung und Wartung, die bei der Community Edition die eigentlichen Kosten ausmachen.

Ist Shopware kostenlos?

Die Community Edition ist laut Shopware frei unter MIT-Lizenz verfügbar. Seit 2025 gilt eine Fair Usage Policy: Shops mit mehr als 1 Mio. € Bruttowarenwert im Jahr brauchen einen kommerziellen Plan, um weiter Zugang zu Shopware Account und Store zu haben. Betrieb, Hosting und Erweiterungen kosten auch unterhalb dieser Grenze Geld.

Welche Alternativen gibt es zu Shopware?

Die verbreitetsten sind WooCommerce für Shops auf WordPress, Magento Open Source und Adobe Commerce für große Kataloge und mehrere Shops, Shopify als Abo-Lösung mit wenig eigenem Betrieb und Headless-Aufbauten mit eigenem Frontend. Welche passt, hängt von Sortiment, B2B-Anforderungen, Schnittstellen und davon ab, wer den Shop betreiben soll.

Wie viel kostet ein Onlineshop monatlich?

Das hängt vom System ab. Bei Abo-Systemen wie Shopify zahlen Sie laut Hersteller ab 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, dazu Apps und Gebühren. Bei selbst betriebenen Systemen fallen Hosting, Wartung und Erweiterungen an. Bei e-companion kosten Hosting und Domain für Shops ab 29 € und Wartung & Pflege ab 79 € im Monat, Lizenzen und Zahlungsgebühren kommen hinzu.