Für wen eine Shopware-Agentur sinnvoll ist
Shopware 6 kann viel, verlangt dafür aber Pflege durch Menschen, die das System im Detail kennen. Typische Ausgangslagen für eine Shopware-Agentur sind:
- Shop ohne Betreuung. Die ursprüngliche Agentur ist nicht mehr verfügbar, im Shop laufen selbst geschriebene Plugins, und niemand weiß genau, welche davon noch gebraucht werden. Updates wurden deshalb aufgeschoben.
- Update-Stau. Der Shop steht auf einer älteren Version von Shopware 6, während Erweiterungen aus dem Store nur noch für neuere Versionen weiterentwickelt werden.
- Hersteller mit zwei Zielgruppen. Endkunden kaufen über einen Verkaufskanal, Fachhändler bestellen über einen zweiten mit eigenen Preisen. Beides soll aus einem Produktbestand gespeist werden.
- Unternehmen mit eigener Warenwirtschaft oder ERP. Artikel, Preise und Bestände kommen aus einem führenden System, Bestellungen sollen ohne Abtippen dorthin zurückfließen.
- Händler mit Produktexporten. Preisportale und Vergleichsdienste sollen aktuelle Feeds aus dem Shop bekommen, ohne dass jemand Listen von Hand exportiert.
Ob Shopware für Ihr Vorhaben das richtige System ist, klären wir in der Bestandsaufnahme; die Abgrenzung zu anderen Systemen steht weiter unten.
Leistungen im Detail
Übernahme bestehender Shops mit Code-Prüfung
Bevor wir einen fremden Shop weiterentwickeln, sehen wir ihn uns vollständig an. Wir erfassen Shopware-Version, PHP-Version und alle installierten Erweiterungen, trennen Store-Erweiterungen von individuellem Code und prüfen, ob eigene Plugins veraltete Schnittstellen nutzen, die mit der nächsten Version entfallen. Template-Überschreibungen im Theme gleichen wir mit dem aktuellen Stand der Standard-Storefront ab. Am Ende steht eine Liste mit Befund, Risiko und Vorschlag je Erweiterung: behalten, ersetzen oder entfernen. Danach entscheiden Sie, in welcher Reihenfolge aufgeräumt wird.
Theme und Storefront
Die Standard-Storefront von Shopware 6 arbeitet mit Twig-Templates, SCSS und JavaScript-Plugins auf Bootstrap-Basis. Ein eigenes Theme erbt davon und überschreibt nur die Blöcke, die tatsächlich anders aussehen sollen. Je weniger Templates vollständig kopiert werden, desto leichter lassen sich spätere Shopware-Versionen einspielen. Diesen Grundsatz halten wir auch bei stark gestalteten Shops ein.
Plugins und Apps als Shopware-Entwickler
Shopware kennt zwei Arten von Erweiterungen. Ein Plugin läuft im PHP-Prozess des Shops und kann tief in Abläufe eingreifen, setzt aber einen selbst betriebenen Shop voraus. Eine App läuft außerhalb, reagiert auf Webhooks und arbeitet über die Admin API; sie funktioniert deshalb auch in der Cloud-Variante von Shopware. Welche Form wir wählen, hängt davon ab, wo Ihr Shop läuft und wie eng die Funktion mit dem Kern verbunden sein muss. Eigene Zusatzfelder, Preislogiken, Exporte oder Prüfschritte im Checkout setzen wir mit Tests und Versionsverwaltung in Git um.
Automationen mit Rule Builder und Flow Builder
Viele Wünsche brauchen gar keine Programmierung. Mit dem Rule Builder legen Sie Bedingungen fest, etwa für Kundengruppen, Warenkorbwerte oder Lieferländer, und knüpfen daran Preise, Versandarten oder Zahlarten. Der Flow Builder führt Aktionen aus, wenn ein Ereignis eintritt: Eine Bestellung mit bestimmtem Artikel erhält ein Tag, eine Mail geht an die Produktion, ein Webhook informiert ein externes System. Wir richten solche Abläufe ein und erklären Ihrem Team, wie es sie selbst anpasst. Erst wo diese Werkzeuge an Grenzen stoßen, schreiben wir Code.
Schnittstellen über die Admin API
Für die Anbindung von Warenwirtschaft, ERP oder Buchhaltung nutzen wir die Admin API von Shopware. Sie erlaubt das Anlegen und Ändern von Produkten, Preisen und Beständen in großen Mengen über den Sync-Endpunkt und das Abholen neuer Bestellungen. Sollen Produktdaten, Bestände und Marktplätze zentral gesteuert werden, nutzen wir den ecompanion Hub. Er gehört zu unserer Plattform ecompanion.io, vereint PIM, Warenwirtschaft und Channel Connector und synchronisiert in einem vollständigen Sync-Zyklus mit Shopware, WooCommerce, Magento, Etsy und Kaufland.
Versionsupdates innerhalb von Shopware 6
Shopware zählt Versionssprünge wie von 6.5 auf 6.6 oder von 6.6 auf 6.7 als Hauptversionen. Sie können Schnittstellen entfernen, auf die eigene Erweiterungen angewiesen sind. Wir spielen ein solches Update zuerst auf einer Kopie des Shops ein, passen eigene Plugins und das Theme an, prüfen jede Store-Erweiterung auf eine kompatible Fassung und testen Bestellung, Zahlung und Systemmails. Erst danach wird der Live-Shop aktualisiert.
Technik und Architektur
Kern auf Symfony. Shopware 6 ist eine PHP-Anwendung auf dem Symfony-Framework. Daten werden über einen eigenen Data Abstraction Layer gelesen und geschrieben, der Übersetzungen und die Vererbung von Werten zwischen Haupt- und Variantenartikeln berücksichtigt. Die Administration ist eine Vue.js-Anwendung, die selbst über die Admin API arbeitet.
Zwei Programmierschnittstellen. Die Store API bedient Frontends mit Katalog, Warenkorb, Kundenkonto und Checkout. Die Admin API steht angebundenen Systemen für Verwaltungsaufgaben zur Verfügung. Diese Trennung macht Shopware als Backend für eigene Frontends brauchbar.
Verkaufskanäle. In einer Installation lassen sich mehrere Verkaufskanäle mit eigenen Domains, Sprachen, Währungen, Zahlarten und Sortimenten betreiben. Neben der Storefront gibt es Kanäle für Headless-Frontends und für Produktexporte, etwa als Feed für Preisportale.
Hintergrundaufgaben. Indexierung, Mailversand und viele Importe laufen über eine Nachrichtenwarteschlange. Im Betrieb braucht Shopware deshalb dauerhaft laufende Worker und einen Scheduler für geplante Aufgaben. Fehlen sie, bleiben Bestände oder Suchindizes unbemerkt veraltet. Bei jeder Shop-Übernahme prüfen wir deshalb zuerst, ob Worker und Scheduler zuverlässig laufen.
Cache und Suche. Der HTTP-Cache hält fertige Seiten vor, für größere Shops kann ein vorgeschalteter Reverse-Proxy diese Aufgabe übernehmen. Die Produktsuche lässt sich an OpenSearch oder Elasticsearch anbinden.
Headless mit Zwischenschicht. Bei mid-centurydesigns.com fragt keine der beiden Oberflächen Shopware selbst ab. Weder die Astro-Seiten für das Marketing noch die mit Next.js 16 gebaute Storefront kennen das Backend; beide gehen über den ecompanion Hub, hinter dem Shopware 6.7 arbeitet. Der Hub bietet Produktkatalog, Warenkorb, Bestellabschluss und Konten über eine eigene Schnittstelle an und gleicht Bestellungen ab. Wie solche Aufbauten mit verschiedenen Backends geplant werden, beschreibt unsere Seite zu Headless-Commerce.
Editionen und Lizenz nach aktuellem Stand
Shopware bietet nach aktuellem Stand eine frei verfügbare Community Edition und darauf aufbauende kommerzielle Pläne an. Die kommerziellen Pläne bringen zusätzliche Funktionen mit, darunter B2B-Werkzeuge wie Firmenkonten mit mehreren Bestellern, sowie Herstellersupport. Seit März 2025 ist die Community Edition zudem an eine Umsatzgrenze gebunden: Wer mit seinem Shop mehr als 1 Mio. € Bruttowarenwert im Jahr umsetzt, braucht nach aktuellem Stand einen der kommerziellen Pläne, um weiter Zugang zu Shopware Account und Shopware Store zu haben. Die genauen Bedingungen stehen in den Lizenzbestimmungen von Shopware. Welche Pläne es gibt, was sie enthalten und was sie kosten, legt die shopware AG fest und hat es in der Vergangenheit mehrfach angepasst. Deshalb nennen wir hier keine Plannamen oder Lizenzpreise. Wir gleichen Ihre Anforderungen und Ihren Umsatz mit dem jeweils aktuellen Angebot ab, bevor Sie eine Lizenz abschließen. Unterhalb der Umsatzgrenze und ohne B2B-Anforderungen reicht oft die Community Edition mit gezielt ausgewählten Erweiterungen.
Ablauf eines Shopware-Projekts
- Erstgespräch. Sie schildern Sortiment, Verkaufskanäle und angebundene Systeme. Bei einem bestehenden Shop bitten wir um einen Zugang zur Administration.
- Bestandsaufnahme. Wir prüfen Code, Erweiterungen und Daten und halten fest, was gut läuft und was ein Risiko ist. Bei einem Neuaufbau entsteht an dieser Stelle das Datenmodell mit Eigenschaften, Varianten und Kundengruppen.
- Angebot. Sie erhalten einen Umfang mit Aufwand, auf Wunsch als Festpreisangebot.
- Umsetzung auf Staging. Jede Änderung liegt versioniert in Git und läuft zuerst auf einer Testumgebung. Dort prüfen Sie Gestaltung und Abläufe mit echten Daten.
- Livegang. Wir stellen in einem abgestimmten Zeitfenster um und beobachten Bestellungen, Zahlungseingänge und Hintergrundaufgaben in den ersten Tagen besonders genau.
- Betrieb. Hosting, Wartung und Weiterentwicklung übernehmen wir auf Wunsch dauerhaft.
Was es kostet
Ein Shopware-Projekt kalkulieren wir nach Umfang, weil unsere Paketpreise für Shops auf andere Systeme zugeschnitten sind: Shop Starter und Shop Professional auf WooCommerce, Shopify oder PrestaShop, Shop Enterprise auf Adobe Commerce. Den Aufwand bestimmen vor allem:
- Zustand des bestehenden Codes, besonders eigene Plugins und kopierte Templates
- Abstand zur aktuellen Shopware-Version, denn jede übersprungene Hauptversion bringt eigene Anpassungen
- Zahl der Schnittstellen zu ERP, Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Versand
- Marktplätze, jede zusätzliche Anbindung ab 490 €
Für den laufenden Betrieb gelten die Shop-Preise: Hosting und Domain ab 29 € im Monat, Wartung & Pflege ab 79 € pro Monat. Zur Wartung gehören Backups, Monitoring und Updates, vor denen wir prüfen, ob Theme und Erweiterungen mit der neuen Version zusammenpassen. Kleinere inhaltliche Änderungen, deren Aufwand 30 Minuten nicht übersteigt, sind inklusive; für größere Änderungen nennen wir den Aufwand im Voraus. Lizenzkosten für eine kommerzielle Shopware-Edition oder für Store-Erweiterungen kommen zu diesen Preisen hinzu. Stundensätze stehen nicht auf dieser Seite; welcher Satz für welche Tätigkeit gilt, lesen Sie im Angebot.
Referenzen
mid-centurydesigns.com: zwei Frontends, ein Shopware-Backend. Beim Händler für Vintage-Objekte der Mid-Century-Zeit steckt Shopware 6.7 hinter dem ecompanion Hub, einer API-Schicht auf Basis von Fastify, TypeScript und PostgreSQL. Stripe wickelt die Zahlungen im Live-Modus mit Payment Intents und Webhooks ab, Bestellbestätigungen verschickt AWS SES. Aus Gastbestellungen legt der Hub Kundenkonten an. Marketing-Frontend, Storefront und Shopware lassen sich dadurch unabhängig voneinander weiterentwickeln.
ecompanion.io: Hub mit Shopware-Abgleich. Der Hub aus unserer Software-Suite gleicht Produktdaten und Bestände mit Shopware ab, wie oben beschrieben. Wir betreiben die Suite produktiv selbst.
YANG Naturbalsam: der Weg aus Shopware heraus. Für den Naturkosmetik-Händler haben wir den Shop vollständig von Shopware nach Shopify migriert. Der Shop wurde dabei neu gestaltet, bekam interaktive Elemente und ist per API mit der Buchhaltungssoftware verbunden. Für Händler, die einen Systemwechsel erwägen, zeigt das Projekt, dass Gestaltung, Bestellabläufe und Buchhaltungsanbindung dabei gemeinsam neu aufgesetzt werden.
Weitere Shops und Websites zeigt unsere Referenzübersicht.
Wann Shopware nicht die erste Wahl ist
Shopware lohnt sich, wenn eigene Preisregeln, mehrere Verkaufskanäle oder tiefe Schnittstellen gebraucht werden. Ohne diese Anforderungen ist der Betriebsaufwand oft höher als der Nutzen. Wer bereits mit WordPress arbeitet, findet in WooCommerce einen kürzeren Weg, siehe WooCommerce-Agentur. Für viele Marken und Shops in einer Installation mit Adobe Commerce lesen Sie unsere Seite Magento-Agentur. Unseren gesamten Ansatz für Shops, Marktplätze und Bestände finden Sie im Bereich Commerce.
Zusammenarbeit über die Entfernung
Wir arbeiten von Oberasbach bei Nürnberg aus für Händler und Hersteller in ganz Deutschland. Abstimmungen laufen per Video, Code und Änderungen liegen in einem gemeinsamen Repository, Testumgebungen sind jederzeit für Sie erreichbar. Speziell für Firmen im Großraum Nürnberg haben wir die Seite Shopware-Agentur Nürnberg eingerichtet.
Wenn Sie das Hosting bei uns beenden, erhalten Sie den Quellcode Ihres Themes, Ihre individuell entwickelten Plugins und den Frontend-Code. Was zu unseren Plattformen gehört, zum Beispiel der Hub, übergeben wir nicht; Ihre Inhalte und Daten dagegen schon.
Schicken Sie uns eine kurze Beschreibung Ihres Shops über dieses Formular. Für ein erstes Telefonat wählen Sie 0173 516 1038.