Was Händler und Hersteller in Nürnberg von einer Shopware-Agentur erwarten
Bei Shopware-Vorhaben lassen sich drei Ausgangslagen unterscheiden. Entweder läuft noch ein Shop auf Shopware 5, und der Wechsel auf Shopware 6 ist fällig: Beide Versionen unterscheiden sich technisch so grundlegend, dass kein einfaches Update möglich ist, sondern eine Migration mit neuem Theme und neuen Plugins. Oder ein bestehender Shopware-6-Shop ist gewachsen, und Warenwirtschaft, Marktplätze und Versand sollen endlich automatisch zusammenspielen. Oder ein Unternehmen startet neu und will wissen, ob Shopware überhaupt das richtige System ist.
Die Schwerpunkte unterscheiden sich von Branche zu Branche:
Handel und Logistik. Händler brauchen verlässliche Bestände über alle Kanäle, schnelle Kategorieseiten auch bei großen Sortimenten und einen Versandprozess, der Etiketten und Sendungsnummern ohne Handarbeit erzeugt. Wer zusätzlich auf Amazon, eBay oder Kaufland verkauft, möchte Produktdaten nur an einer Stelle pflegen. Dazu kommt die Frage, wie Retouren nach der Prüfung wieder in den verfügbaren Bestand zurückfließen.
Industrie und Maschinenbau. Hersteller verkaufen Ersatzteile und Zubehör an Geschäftskunden. Gefragt sind kundenspezifische Preise, Bestellung auf Rechnung, mehrere Besteller pro Firmenkonto und Produktseiten mit technischen Daten. Shopware 6 bringt dafür eine flexible Regel-Logik mit, mit der sich Preise und Versandarten an Kundengruppen knüpfen lassen.
Handwerk und Manufakturen. Kleinere Hersteller mit eigenem Sortiment wollen eine Markenwelt zeigen und nicht nur eine Produktliste. Die Erlebniswelten in Shopware erlauben redaktionell gestaltete Seiten, in die Produkte direkt eingebunden sind.
Leistungen im Detail
Aufbau und Migration auf Shopware 6
Beim Neuaufbau legen wir zuerst das Datenmodell fest: Eigenschaften, Varianten, Kategorien, Kundengruppen und Preisregeln. Erst danach entsteht das Theme. Bei einer Migration übernehmen wir Produkte, Kunden und Bestellhistorie aus dem Altsystem, prüfen jedes bisherige Plugin auf einen Nachfolger für Shopware 6 und richten für alte Produkt- und Kategorieadressen 301-Weiterleitungen ein. Bestehende Google-Platzierungen sollen so möglichst erhalten bleiben.
Für den Umzug von Shopware 5 stellt der Hersteller einen Migrationsassistenten bereit, der Produkte, Kunden und Bestellungen überträgt. Freitextfelder, Daten aus Plugins und individuelle Anpassungen erfasst er nicht immer vollständig; diese Datenbestände prüfen wir einzeln. Bevor umgeschaltet wird, läuft der neue Shop auf einer Vorschau-Adresse, damit Sie Bestellungen, Zahlungen und Systemmails in Ruhe testen können.
Ladezeit bei großen Sortimenten
Mit wachsendem Sortiment werden Kategorie- und Suchseiten zum Engpass. Shopware 6 bringt einen HTTP-Cache mit und lässt sich für die Produktsuche an Elasticsearch oder OpenSearch anbinden. Das entlastet Filter und Suche auch bei vielen tausend Artikeln. Welche dieser Bausteine Ihr Shop braucht, hängt von Sortimentsgröße und Besucherzahlen ab; wir messen vor dem Ausbau, wo die Zeit tatsächlich verloren geht.
B2B-Funktionen für Geschäftskunden
Im Geschäftskundenvertrieb gelten andere Regeln als im Endkundenshop. Typische Anforderungen sind Nettopreise in der Anzeige, eigene Preislisten je Kundengruppe, Mindestbestellmengen, Kauf auf Rechnung nach Freigabe und eine Schnellbestellung über Artikelnummern für Einkäufer, die genau wissen, was sie brauchen. Vieles davon lässt sich über Kundengruppen und die Regel-Logik von Shopware abbilden. Einige B2B-Funktionen, etwa die Verwaltung mehrerer Mitarbeiter unter einem Firmenkonto, stellt Shopware nach aktuellem Stand nur in kommerziellen Editionen bereit. Welche Edition Ihre Anforderungen abdeckt, klären wir, bevor eine Lizenz gekauft wird.
Headless-Storefront vor Shopware
Shopware 6 bringt ein eigenes Frontend mit, lässt sich über seine Schnittstellen aber auch als reines Backend betreiben. Dann übernimmt ein separates Frontend die Darstellung, etwa mit Next.js für den Shop und Astro für Magazin und Landingpages. Das lohnt sich, wenn Marketing-Inhalte und Shop getrennt weiterentwickelt werden sollen oder wenn Ladezeit und Gestaltungsfreiheit Vorrang haben.
PIM und Marktplatz-Anbindung
Produktdaten, Bilder und Bestände pflegen Sie an einer Stelle, von dort aus werden Shop und Marktplätze versorgt. Dafür setzen wir den Hub aus unserer Plattform ecompanion.io ein: PIM, Warenwirtschaft und Channel Connector in einer Anwendung, mit Synchronisation zu Shopware, Etsy, Kaufland, Magento und WooCommerce. Verkauft sich ein Artikel auf einem Kanal, wird der Bestand auf den anderen angepasst. Wie wir Shops, Produktdaten und Vertriebskanäle insgesamt verbinden, beschreibt der Bereich Commerce.
Stripe, Payment und Fulfillment
Zahlungen binden wir über Anbieter wie Stripe an, inklusive Webhooks, damit der Zahlungsstatus einer Bestellung ohne manuelles Nachsehen im Shop ankommt. Bestellbestätigungen und Versandmails können über einen eigenen Mailversand mit sauber eingerichteter Absenderdomain laufen. Bestellungen lassen sich automatisch an Versanddienstleister oder Lager weitergeben, je nachdem, wie Ihr Fulfillment organisiert ist.
Betrieb und Weiterentwicklung
Shopware veröffentlicht regelmäßig neue Versionen. Für Shops kostet die Wartung & Pflege ab 79 € im Monat. Sie umfasst Updates, vor denen wir die Kompatibilität von Theme und Plugins prüfen, außerdem Backups und Monitoring; Änderungen mit höchstens 30 Minuten Aufwand sind enthalten. Außerdem können wir in Ihrem Shop gezielte Ereignisse anlegen, etwa Klicks auf bestimmte Elemente, Warenkorb-Aktionen oder einzelne Checkout-Schritte. Ausgewertet werden sie in unserer App Stats. So sehen Sie, an welcher Stelle Kunden abbrechen.
Headless mit Shopware: Nutzen und Aufwand
Ein Headless-Aufbau trennt, was der Kunde sieht, von dem, was im Hintergrund Bestellungen verarbeitet. Beim Shop für mid-centurydesigns.com sprechen eine statische Astro-Marketing-Site und eine Next.js-16-Storefront nie direkt mit Shopware, sondern ausschließlich mit dem ecompanion Hub als Zwischenschicht. Der Hub stellt Katalog, Warenkorb, Checkout und Kundenkonten als eigene API bereit, synchronisiert die Bestellungen und legt aus Gastbestellungen Kundenkonten an.
Die Vorteile: Marketing-Seiten laden als fertiges HTML, das Shop-Frontend lässt sich ohne Rücksicht auf Shopware-Templates gestalten, und ein späterer Wechsel des Backends betrifft vor allem die Zwischenschicht. Mehr zu Mustern und Aufwand steht auf der Seite Headless-Architekturen für Shops.
Der Aufwand ist allerdings höher als bei einem Standard-Shop. Sie betreiben mehrere Anwendungen statt einer, und manche Funktionen, die Shopware im eigenen Frontend mitbringt, etwa die Darstellung der Erlebniswelten, müssen im neuen Frontend nachgebildet werden. Für einen Shop mit überschaubarem Sortiment und ohne eigenen Redaktionsbereich ist das eigene Shopware-Frontend mit angepasstem Theme meist die wirtschaftlichere Lösung.
Shopware oder ein anderes System?
Wir setzen Shopware ein, wenn es zum Vorhaben passt, und raten davon ab, wenn nicht. Für Shopware sprechen tiefe Anpassbarkeit, Preisregeln für Kundengruppen, die Nutzung als Headless-Backend und der Betrieb auf eigener Infrastruktur. Weniger geeignet ist es, wenn ein kleines Team einen Shop mit wenigen Produkten schnell und mit möglichst wenig Technik betreiben möchte.
Vier Fragen helfen bei der Einordnung:
- Wer pflegt den Shop? Ein eigenes Team mit technischem Verständnis kommt mit Shopware gut zurecht, eine einzelne Person im Nebenjob eher mit einem gehosteten System.
- Wie individuell sind Preise und Abläufe? Kundengruppen, Staffelpreise und Freigaben sprechen für Shopware.
- Wo sollen die Daten liegen? Shopware lässt sich auf einem Server Ihrer Wahl betreiben.
- Braucht das Marketing ein eigenes Frontend? Dann ist Shopware als Headless-Backend eine naheliegende Option.
Dass die Entscheidung auch in die andere Richtung fallen kann, zeigt YANG Naturbalsam: Den Shop haben wir von Shopware zu Shopify migriert, neu gestaltet und mit der Buchhaltungssoftware verbunden. Für Unternehmen, die bereits mit WordPress arbeiten, kann WooCommerce der kürzere Weg sein; bei vielen Marken und Verkaufsbereichen in einem System kommt Magento in Frage. Einen Überblick über alle Shopsysteme, mit denen wir arbeiten, gibt die Seite zur Shop-Erstellung.
Was es kostet
Bei Shopware setzen sich die Kosten aus drei Teilen zusammen:
- Lizenz. Welche Gebühr anfällt, hängt nach aktuellem Stand von der gewählten Shopware-Edition ab. Die Preise legt Shopware fest und kann sie ändern; wir sehen sie gemeinsam mit Ihnen vor der Entscheidung durch. Für die Community Edition hat Shopware nach aktuellem Stand eine Fair-Usage-Schwelle festgelegt: Ab einem Bruttowarenwert von 1 Mio. € pro Jahr ist ein bezahlter Plan vorgesehen.
- Projekt. Aufbau, Design, Datenübernahme und Schnittstellen kalkulieren wir nach Umfang. Unsere festen Shop-Pakete sind auf WooCommerce, Shopify, PrestaShop und Adobe Commerce zugeschnitten, ein Shopware-Projekt bekommt deshalb ein eigenes Angebot.
- Betrieb. Hosting und Domain für Shops beginnen bei 29 € im Monat, die Wartung bei 79 € im Monat. Erweiterungen aus dem Shopware Store können eigene Lizenzgebühren haben.
Den Projektpreis bestimmen vor allem:
- Datenmenge und Datenqualität beim Umzug aus dem Altsystem
- Anzahl und Art der Plugins, besonders wenn für ein altes Plugin kein Nachfolger existiert
- Schnittstellen zu Warenwirtschaft, ERP oder Buchhaltung
- Headless oder Standard-Frontend
- Marktplätze: Jede weitere Marktplatz-Anbindung kostet ab 490 €
Stundensätze veröffentlichen wir bewusst nicht; sie unterscheiden sich je nach Tätigkeit und werden im Angebot ausgewiesen.
Referenzen: ein Shopware-Shop, ein Headless-Muster, eine Migration
mid-centurydesigns.com: Shopware 6.7 als Backend. Der Shop für Mid-Century-Vintage-Objekte kombiniert eine Astro-Marketing-Site für Journal, Landingpages und Designer-Profile mit einer Next.js-16-Storefront. Der ecompanion Hub kapselt Shopware 6.7, Zahlungen laufen live über Stripe mit Payment Intents und Webhooks, Bestellbestätigungen über AWS SES. Eine KI-gestützte Content-Automation befüllt die Marketing-Seiten und bereitet Beiträge für LinkedIn, Instagram, TikTok und Facebook auf.
reetro.com: dasselbe Muster mit Magento 2. Die Storefront des Print-on-Demand-Shops mit über 235 Produkten ist eine statische Astro-5-Site, Warenkorb und Checkout sind als React-19-Islands eingebunden und sprechen per GraphQL mit Magento 2. Der Shop ist zweisprachig. Für Shopware-Kunden zeigt das Projekt, dass die Headless-Architektur nicht an ein bestimmtes Backend gebunden ist.
YANG Naturbalsam: Migration von Shopware zu Shopify. Für den Naturkosmetik-Shop haben wir den Umzug von Shopware zu Shopify umgesetzt, mit neuem Design, interaktiven Elementen und einer API-Anbindung an die Buchhaltungssoftware. Im Mittelpunkt standen Tempo und einfache Bestellabläufe. Ergänzend sind suchmaschinenoptimierte Inhalte für mehr organische Sichtbarkeit entstanden.
Weitere Shops finden Sie unter Referenzen.
Shopware-Projekte in Nürnberg, betreut aus Oberasbach
Unser Büro in Oberasbach liegt zwischen Fürth und Zirndorf, bis Nürnberg sind es 10 km. Workshops zum Datenmodell oder zur Anbindung Ihrer Warenwirtschaft können gern in Ihrem Haus stattfinden, zum Beispiel im Lager oder im Vertrieb, wo Ihr Team täglich mit den Abläufen arbeitet. Für die laufende Arbeit reichen meist Videotermine.
Architektur, Umsetzung und Betrieb begleitet Inhaber Maik Boche persönlich. Fragen zu Datenmodell oder Schnittstellen landen damit bei der Person, die sie entworfen hat.
Endet das Hosting bei uns, erhalten Sie Theme, eigene Plugins und Frontend-Code Ihres Shops. Software aus unseren Plattformen, etwa der Hub, bleibt bei uns; Inhalte und Daten bekommen Sie.
Ihre Shopware-Frage schicken Sie per Kontaktformular oder stellen sie am Telefon: 0173 516 1038.