# ChatGPT Ads: Compliance und Werbekennzeichnung für Agenturen

OpenAI öffnet ChatGPT für Werbeplatzierungen und stellt Agenturen vor neue Fragen zu Werbekennzeichnung, KI-Transparenz und rechtlicher Compliance. Ein Überblick über die wichtigsten Anforderungen für verantwortungsvolle KI-Werbung.

**Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt: Das Schweizer DSG gilt technologieneutral für alle KI-Anwendungen, inklusive ChatGPT-gestützter Werbeplatzierungen. Art. 19 DSG verpflichtet Agenturen zur Transparenzkennzeichnung, wenn Nutzer mit KI interagieren.** Für Agenturen, die ChatGPT Ads oder KI-gestützte Werbeformate einsetzen, bedeutet das konkrete Handlungspflichten: Werbekennzeichnung, Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA nach Art. 22 DSG) bei Profiling sowie Privacy by Design von Beginn an. Wer diese Anforderungen ignoriert, riskiert Verstösse, während Mitbewerber durch Transparenz das Kundenvertrauen stärken und ihr Geschäftsmodell zukunftssicher aufstellen.

# ChatGPT Ads in Agenturen: Werbekennzeichnung, KI-Transparenz und Compliance bei OpenAI-Werbeplatzierungen

OpenAI hat angekündigt, Werbeplatzierungen in ChatGPT einzuführen. Für Agenturen, die im E-Commerce und digitalen Marketing tätig sind, entstehen damit konkrete Pflichten: Werbekennzeichnung, Transparenz gegenüber Nutzern und die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben müssen von Anfang an mitgedacht werden.

## Was ChatGPT Ads für Agenturen bedeuten

Sobald KI-Systeme wie ChatGPT bezahlte Inhalte in Antworten einbetten, gilt der Grundsatz der Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung. Agenturen, die Werbeplatzierungen in ChatGPT beauftragen oder verwalten, tragen Mitverantwortung dafür, dass diese Kennzeichnung klar und eindeutig erfolgt. Das ist kein neues Prinzip, aber die technische Umsetzung in KI-Antwortformaten ist regulatorisch noch wenig erprobt.

Hinzu kommt: Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) technologieneutral für alle KI-Anwendungen gilt. Wer ChatGPT, Claude oder eigene KI-Agenten nutzt, muss DSG-Vorgaben von Beginn an beachten. Für Agenturen mit Schweizer Mandanten oder Niederlassungen ist das unmittelbar relevant.

## 4 praktische Implikationen für Entscheider in Agenturen

### 1. Werbekennzeichnung muss explizit und maschinenlesbar sein

KI-Systeme, die Werbung in Antworten integrieren, müssen Nutzer nach Art. 19 DSG (Schweiz) und den Vorgaben des EU AI Act darüber informieren, dass sie mit einem KI-System kommunizieren und dass bestimmte Inhalte bezahlt sind. Agenturen sollten in ihren Kampagnenbriefings von Anfang an festlegen, wie diese Kennzeichnung technisch umgesetzt wird. Kreative Formulierungen, die Werbung verschleiern, sind kein vertretbares Risiko mehr. Mehr zu den Kennzeichnungspflichten im E-Commerce-Kontext: [KI-Kennzeichnungspflicht, EU AI Act und Compliance für Agenturen](/ki-kennzeichnungspflicht-eu-ai-act-compliance-agenturen/).

### 2. Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) bei Profiling-Szenarien

Werbeformate in KI-Systemen basieren häufig auf Nutzerverhalten und Kontext. Sobald dabei Profiling stattfindet, ist nach Art. 22 DSG (Schweiz) eine DSFA obligatorisch. Das gilt nicht nur für den Plattformbetreiber, sondern auch für Agenturen, die im Auftrag ihrer Kunden Kampagnen schalten und dabei Nutzerdaten verarbeiten lassen. Prüfen Sie, welche Daten OpenAI für die Aussteuerung von Anzeigen verwendet und ob Ihre Auftragsverarbeitungsverträge das abdecken. Hintergrundinformationen zu Datenschutz und KI-Modelltraining: [Datenschutz, KI-Modelltraining, Schadensersatz und Vertragsrisiken](/datenschutz-ki-modelltraining-schadensersatz-vertragsrisiken/).

### 3. Geschäftsmodell-Transparenz gegenüber Kunden

Sven Wiesner, Gründer von Neon Gold Innovations, erklärt im OMR Education Podcast, dass Agenturen, die ihre KI-bedingte Zeitersparnis gegenüber Kunden verschweigen, eine riskante Strategie verfolgen. Kunden sehen selbst, was mit ChatGPT möglich ist, und hinterfragen zunehmend die Abrechnung. Dasselbe gilt für ChatGPT Ads: Agenturen sollten offen kommunizieren, welche Teile des Kampagnen-Setups KI-gestützt sind und wie Werbebudgets in KI-Plattformen fließen. Das stärkt Vertrauen und reduziert Haftungsrisiken. Weiterführend: [KI im Agenturalltag: Briefing, Angebot, Kundenkommunikation](/ki-im-agenturalltag-briefing-angebot-kundenkommunikation/).

### 4. Sektorielle Regulierung beobachten, nicht auf ein KI-Gesetz warten

Die Schweiz hat kein eigenes KI-Gesetz. Die Vernehmlassung zur sektoriellen Regulierung läuft bis Ende 2026. Das bedeutet jedoch nicht, dass Agenturen im rechtsfreien Raum agieren. Das DSG gilt bereits heute für alle KI-Anwendungen. Agenturen sollten ihre internen Compliance-Prozesse jetzt aufsetzen, bevor neue Regulierung in Kraft tritt. Wer mit ChatGPT Ads experimentiert, sollte zudem die Entwicklungen beim EU AI Act verfolgen, der Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte festschreibt. Einen Überblick zur Haftung bei KI-Agenten bietet: [Haftung, KI-Agenten, EU AI Act, Verantwortlichkeit, Versicherung, Schadensersatz](/haftung-ki-agenten-eu-ai-act-verantwortlichkeit-versicherung-schadensersatz/).

## Was Agenturen jetzt konkret tun sollten

- Prüfen Sie, ob Ihre Auftragsverarbeitungsverträge mit OpenAI die Nutzung personenbezogener Daten für Werbezwecke abdecken.
- Legen Sie in Kampagnenbriefings fest, wie KI-generierte Werbeinhalte zu kennzeichnen sind.
- Führen Sie eine DSFA durch, wenn Ihre ChatGPT-Ads-Kampagnen auf Nutzerverhalten oder Kontextdaten basieren.
- Schulen Sie Ihre Teams zu den Anforderungen aus DSG und EU AI Act, bevor ChatGPT Ads-Formate in der Schweiz und der EU breit ausgerollt werden.

Wer KI-Werbeplatzierungen frühzeitig compliance-konform aufstellt, verschafft sich einen strukturellen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die erst reagieren, wenn Aufsichtsbehörden aktiv werden.

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Weiterführende Artikel auf e-companion:
- [ChatGPT als Suchmaschine: Digital Services Act, Compliance für Agenturen](/chatgpt-suchmaschine-digital-services-act-compliance-agenturen/)
- [KI-generierte Inhalte: Haftung und Gewährleistung für Agenturen](/ki-generierte-inhalte-haftung-gewaehrleistung-agenturen/)
- [OpenAI Preparedness Framework: Sicherheit, Liability und Agentur-Pflichten](/openai-preparedness-framework-sicherheit-liability-agentur/)
- [KI-Copywriting-Automation: Anzeigentexte und Agentur-Workflow](/ki-copywriting-automation-anzeigentexte-agentur-workflow/)

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## Quellen

- [KI und DSG 2026: Konkrete Compliance-Schritte für Schweizer Agenturen](https://www.digitalawards.ch/news/dsg-ki-compliance-schweiz-2026)
- [Die 10 besten KI-Sichtbarkeit Agenturen in Hamburg 2026](https://aiseo.hamburg/wissen/ki-sichtbarkeit-agenturen-hamburg-2026)
- [KI in Agenturen 2026: So wird deine Agentur KI ready — Neon Gold Innovations](https://www.neon-gold-innovations.de/blog/ki-in-agenturen-2026-so-wird-deine-agentur-wirklich-ki-ready)

## Häufige Fragen

Müssen Agenturen kennzeichnen, wenn Werbeanzeigen mit KI erstellt oder ausgespielt werden?

Ja. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) technologieneutral für alle KI-Anwendungen gilt. Artikel 19 DSG verpflichtet dazu, Nutzer darüber zu informieren, wenn sie mit KI interagieren. Für Agenturen, die ChatGPT-gestützte Werbeplatzierungen einsetzen, bedeutet das: Die KI-Beteiligung an der Erstellung oder Ausspielung von Anzeigen muss transparent gemacht werden.

Gilt für ChatGPT Ads eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)?

Das hängt vom konkreten Einsatzszenario ab. Gemäß Artikel 22 DSG ist eine DSFA obligatorisch, wenn ein hohes Datenschutzrisiko besteht, etwa bei Profiling oder der Verarbeitung besonders sensibler Personendaten. Agenturen, die OpenAI-Werbeplatzierungen mit Nutzer-Targeting oder verhaltensbasiertem Profiling verbinden, müssen prüfen, ob dieser Schwellenwert erreicht wird, und bei Bedarf eine DSFA durchführen, bevor die Kampagne live geht.

Wie unterscheidet sich die Schweizer Regulierung für KI-Werbung vom EU AI Act?

Die Schweiz hat kein eigenes KI-Gesetz und folgt nicht dem EU AI Act. Stattdessen setzt sie auf sektorielle Regulierung: Das bestehende DSG wird direkt auf KI-Anwendungen angewendet. Eine Vernehmlassung zu weitergehenden KI-spezifischen Regelungen läuft bis Ende 2026. Agenturen, die sowohl für Schweizer als auch für EU-Kunden tätig sind, müssen beide Regelwerke im Blick behalten, da der EU AI Act zusätzliche Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme stellt.

Welche konkreten Compliance-Schritte sollten Agenturen bei ChatGPT Ads umsetzen?

Agenturen sollten drei Bereiche priorisieren: Erstens Transparenzkennzeichnung gemäß Art. 19 DSG, sodass Empfänger von KI-generierten Anzeigeninhalten informiert sind. Zweitens Privacy by Design: Datenschutzanforderungen müssen von Beginn an in die Kampagnenstruktur einfließen, nicht nachträglich. Drittens eine Risikoprüfung, ob eine DSFA nach Art. 22 DSG erforderlich ist, insbesondere bei Profiling-Komponenten. Zusätzlich empfiehlt es sich, interne Prozesse zu dokumentieren, um die Nachweispflicht gegenüber dem EDÖB erfüllen zu können.

Was bedeutet der wachsende Einsatz von KI-Tools für das Geschäftsmodell von Werbeagenturen?

KI-Tools wie ChatGPT erhöhen die Produktionsgeschwindigkeit in Agenturen erheblich. Das klassische Stundenmodell gerät dadurch unter Druck: Wer schneller arbeitet, aber nach Zeit abrechnet, kannibalisiert das eigene Umsatzmodell. Agenturen, die ChatGPT Ads in ihr Angebot integrieren, sollten ihre Wertschöpfung stärker auf Strategie und Beratung verlagern und Kunden gegenüber offen kommunizieren, wie KI eingesetzt wird. Transparenz stärkt in diesem Kontext nicht nur die Compliance, sondern auch die Kundenbeziehung.

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*Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.*

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Quelle: https://e-companion.de/chatgpt-ads-agenturen-werbekennzeichnung-ki-transparenz-compliance · e-companion UG, Oberasbach bei Nürnberg · Kontakt: https://e-companion.de/kontakt
